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Haus & Grund Report
Haus & Grund Report 2.2012
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Haus & Grund Report 2.2012

In dieser Ausgabe:

  • Novelle des Energieeinsparrechts
    Wirkung des Neubaustandards
    im Wohnungsbestand
     
  • Vermögensteuer
    Koste es, was es wolle? 
     
  • Weiterhin der Normalfall
    Bezahlbare Mieten
     
  • Schrottimmobilien:
    Wer bezahlt den Abriss?
     
  • Wohnungsleerstand
    Im Osten sinkend, im Westen steigend

Die aktuelle Ausgabe

Haus & Grund Report –
Ausgabe 2.2012 als PDF
 

Novelle des Energieeinsparrechts

Wirkung des Neubaustandards im Wohnungsbestand

Die jüngste Änderung der Energieeinsparverordnung (EnEV) trat am 1. Oktober 2009 in Kraft. In den kommenden Monaten soll die EnEV wieder grundlegend überarbeitet werden.

Neben zahlreichen Änderungen, die auf den Vorgaben der am 19. Mai 2010 neugefassten EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden beruhen, sieht der aktuelle EnEV-Entwurf auch eine Verschärfung der energetischen Anforderungen an zu ... weiterlesen

Auf ein Wort

Dr. Andreas StückeNebelkerze aus Hamburg

Mieterherzen wollen erobert werden. Alle künftigen Mietvereinbarungen von mehr als 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete sollen nach den Vorstellungen der SPD in Hamburg ein Verstoß gegen das Wirtschaftsstrafgesetz sein. Ein individuelles Fehlverhalten, das Ausnutzen eines knappen Wohnraumangebotes zur Durchsetzung einer höheren Miete, soll als weiteres Tatbestandsmerkmal entfallen. Der Vorschlag lenkt von den politischen Kostentreibern ab, die den Mietern das Leben sauer machen: die Steuer- und Energiepolitik.

Die Einnahmen der Gemeinden durch die Grundsteuer B (+ 36 %) und die der Länder durch die Grunderwerbsteuer (+ 31 %) kannten im vergangenen Jahrzehnt angesichts massiver Steuererhöhungen nur eine Richtung, nämlich steil bergauf. Die Heizkosten stiegen zwischen 2001 und 2011 um 52, die Stromkosten im gleichen Zeitraum um über 66 Prozent. Fielen 1998 je Kilowattstunde 4,20 Cent an Steuern und Abgaben an, sind es heute 11,72 Cent. Der Staatsanteil beim Strompreis marschiert auf 50 Prozent zu, beim Gaspreis beträgt er bereits 25 Prozent. Die permanenten Verschärfungen der Energieeinsparverordnung verteuern systematisch den Neubau von Wohnungen. Die potenziellen Investoren haben nicht vergessen, dass die Bundesregierung in ihrem Energiekonzept 2010 den Gebäudebestand mit Zwangssanierungen und Strafsteuern überziehen wollte. Eine seltsame Idee für einen Wohnungsmarkt, auf dem über die Hälfte des Wohnungsangebotes nach Abzug von Instandhaltungskosten und Inflation ohne Gewinn bewirtschaftet wird. Die Entwicklung der Wohnungsmieten zwischen 2001 und 2011 mit einem Plus von nur 11,7 Prozent spricht Bände.

Die Nebelkerze aus Hamburg kann nicht verschleiern, dass Bund, Länder und Gemeinden den Schlüssel zur Entlastung der Mieter bei den Wohnkosten in der Hand halten. Sie sollten ihn jetzt nutzen.

Andreas Stücke

Auszüge aus dem Report

Vermögensteuern:
Koste es, was es wolle?

Die Vorhaben von Bündnis 90/Die Grünen sowie der SPD zur Wiedereinführung einer Vermögensteuer führten zu deutlichen Mietpreissteigerungen. Außerdem kostete die Erhebung und Verwaltung einer Vermögensteuer bis zu 50 Prozent des zu erzielenden Steueraufkommens ... weiterlesen

 

Weiterhin der Normalfall:
Bezahlbare Mieten

Die Debatte über stark gestiegene Neuvermietungspreise in einigen Metropolregionen und Universitätsstädten blendet bislang die statistisch signifikanten Treiber für gestiegene Wohnkosten aus. Die Ausgaben der Haushalte für die Bruttokaltmiete im Verhältnis zum Haushaltsnettoeinkommen ... weiterlesen

     

Schrottimmobilien:
Wer bezahlt den Abriss?

Unter Schrottimmobilien versteht man im städtebaulichen Sinn Immobilien, die einen Missstand oder Mangel aufweisen, der sich durch eine Modernisierung oder Instandsetzung nicht mehr beheben
lässt. Nach geltendem Recht kann die Gemeinde von dem Eigentümer einer solchen Schrottimmobilie ... weiterlesen

 

Wohnungsleerstand:
Im Osten sinkend, im Westen steigend

Während in wirtschaftlich starken Ballungsräumen die Mieten steigen und das Wohnungsangebot knapper wird, sind in ländlichen
Gebieten die Auswirkungen des demografischen Wandels mit den Veränderungen bei quantitativer als auch qualitativer
Nachfrage bereits heute deutlich spürbar ... weiterlesen
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